Angelurlaub am Bodensee

Der Bodensee ist ein beliebtes Urlaubsziel für Naturfreunde aus dem deutschsprachigen Raum, da er in eine reizvolle Landschaft eingebettet ist, die sich durch ein mildes Klima auszeichnet. Angler wissen den Bodensee als Region für einen Angelurlaub zu schätzen; es sind die verschiedenen Seeteile, die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden und den See zum Angeln so attraktiv machen. Das große Fischvorkommen im Bodensee, die unterschiedlichen Tiefen und der Wechsel von flachen und steil abfallenden Ufern machen einen Anglerurlaub zu einem besonderen Erlebnis.

VORAUSSETZUNGEN FÜR EINEN ANGELURLAUB AM BODENSEE

Angelurlaub am Bodensee Für das Angeln am Bodensee gelten verschiedene rechtliche Grundlagen, die davon abhängig sind, ob man die Angelferien in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz verbringen möchte. Wer einen Anglerurlaub in Deutschland verbringen will, benötigt einen gültigen Fischereischein sowie eine Angelerlaubnis für den Bodensee oder den entsprechenden Seeabschnitt. Während eines Angelurlaubs kann man eine Wochen- oder Monatskarte kaufen. Will man die Angelferien in Österreich verbringen, benötigt man eine Angelerlaubnis, die für einen Tag, drei Tage, eine Woche oder einen Monat erworben werden kann. Ein Fischereischein ist dort nicht erforderlich. Plant man einen Angelurlaub in der Schweiz, benötigt man keinen Fischereischein und keine Angelkarte, wenn man nur vom Ufer aus angeln möchte. Unabhängig davon, ob man seinen Anglerurlaub in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz verbringen will, benötigt man, wenn man vom Boot aus angeln möchte, in jedem Fall einen Fischereischein und eine Karte für das Boot, die man für die Angelferien für einen Monat erwerben kann. Möchte man mit einer einfachen Montage Angeln so ist das Angeln ohne Angelschein Möglich. Folgend finden Sie weitere und detailierte Informationen zum Angelschein am Bodensee 

DIE SCHÖNSTEN REGIONEN FÜR DEN ANGELURLAUB AM BODENSEE

Der Bodensee ist in die drei Abschnitte Obersee, Untersee und Seerhein gegliedert. Der Seerhein verbindet die beiden Teile miteinander. Ein Teil des Obersees ist der Voralpensee, an dessen tiefster Stelle 254 Meter Wassertiefe gemessen werden. Er befindet sich zwischen Friedrichshafen, Romanshorn und Bregenz. Bis zu 90 Meter tief ist der Überlinger See, dessen Ufer steil abfallen. Der relativ flache Untersee ist durch Halbinseln in den Gnadensee und den Zeller See gegliedert. Das vielleicht beste Angelrevier ist die Halbinsel Höri, die sich im Untersee befindet, zwischen Radolfzell und Stein am Rhein in der Schweiz. Eine ruhige und beliebte Angelstelle, wenn man das Angeln vom Ufer aus bevorzugt, ist auch die Argenmündung in Langenargen.
Welche dieser Regionen man für einen Angelurlaub am Bodensee wählt, hängt davon ab, welche Fische man bevorzugt fangen möchte. Für einen Angelurlaub findet man überall anglerfreundliche Ferienwohnungen. Will man ganz individuell reisen, kann man mit dem Wohnmobil anreisen, doch sollte man sich im Vorfeld über geeignete Stellplätze informieren. Möchte man während des Anglerurlaubs ein Boot nutzen, ist es am sinnvollsten, es vor Ort zu mieten, da man, wenn man mit dem eigenen Boot anreisen will, einige rechtliche Grundlagen berücksichtigen muss.

Sonnenuntergang
Traumhafte Sonnenuntergänge

DER FISCHREICHTUM DES BODENSEES

Der Bodensee ist bekannt für das reiche Vorkommen an Salmoniden, die dort vor allem in Form von Saiblingen, Seeforellen, Regenbogenforellen, Gangfisch, Blaufelchen und Sandfelchen vorkommen. Sie bevorzugen klares und tiefes Wasser und sind vor allem im Obersee anzutreffen. Karpfenartige, zu denen neben dem Karpfen Brachsen, Rotaugen, Rotfedern und Barben zählen, fängt man am besten am Untersee, denn sie bevorzugen flaches und warmes Wasser. Vor allem Karpfen kommen in dieser Region reichlich vor, während Karauschen und Schleie eher selten sind.

Der Untersee ist ebenso ein gutes Angelrevier für Barsche und Zander. Die größten Bewohner des Bodensees sind Welse, doch gehen sie den Anglern eher selten an den Haken, da sie versteckt am Gewässergrund im tiefen Wasser leben, doch nachts suchen sie ihre Beute vorzugsweise im Flachwasser. Hin und wieder werden kapitale Tiere mit zwei Meter Länge gefangen.

Will man einen Hecht fangen, hat man am Bodensee gute Chancen auf große Exemplare, egal, ob man vom Ufer oder vom Boot aus angeln möchte.

Die Trüsche, die auch als Aalrutte oder Quappe bezeichnet wird, ist ein dorschähnlicher Fisch und bevorzugt tiefes Wasser. Vor allem im Überlinger See und im Obersee sind reiche Fanggründe vorhanden.

Insgesamt ist der Bodensee durch eine große Artenvielfalt gekennzeichnet, denn er ist Heimat für ungefähr 30, darunter einige sehr seltene Fischarten.